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da ist kein kamin

ich lebe in deiner abwesenheit
wie in einem haus

das ich fülle mit deiner
anwesenheit

Ich sitze am Tisch, abwesend
wie deine anwesenheit

"Wenn du frierst", sagst du, "zünde
ein feuer an im kamin"

da ist kein kamin, sage ich


davon komm ich niemals los.

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barfuss

der duschvorhang gibt schon lange nicht mehr das, was er geben sollte
und das wasser läuft an ihm herunter wie farbloses blut einer langen nacht.
ein gutes rocklied ist, wenn man sich innerhalb drei minuten ändern kann.
ich lasse kaltes wasser auf meine heiße haut prasseln,
nein andersrum, weil es normal ist.
dann abwesend, drei minuten nicht ansprechbar.
ich dusche von vorn, mit einer freude,
als hätte ich es nie zuvor gemacht.
der schaum auf der haut wie weicher schleim,
wie blut, vielleicht wasserlöslich.
dann fertig und das handtuch erfüllt seine aufgaben.
ich stehe da im bad, nackt
und finde in meiner blöße kein versteck, fluchtlos.
als ich mir so meinen arm anschaue, weil ich ihn lange nicht sah
entdecke ich,
dass der dreck unter den fingernägeln noch lange nicht weg ist.
furchtbar diese spielkinder!
überall müssen sie sein und alles bekritzeln, was sie finden!-
barfuss verlasse ich den raum, in dem einst das ganze elend anfing,
rot auf weiß mit silber erzeugt.
gut, dass dort keine scherben mehr liegen, ich barfuss.
der rocksong ist lange vorbei
und ich trotte dahin, wo ich hergekommen bin.

(man ist das alt.. 08.06.05)

__________________________________


zitat aus einer e-mail, adressiert an eine längst vergessene person.

[...]Dass ich mir darüber gedanken mache, dass es bald vorbei sein kann, hat ja nichts damit zutun, dass ich jetzt glücklich bin. ich bin es auch, ich werde dich auch nicht verlassen, aber es kann immer alles anders kommen als man denkt. Bei ... war das auch total plötzlich, da hat man ein paar sekunden ein brett vorm kopf un schon ist es vorbei un ab da sind man getrennte leute. Das war so horror. Von heute auf morgen allein. Völlig unvorbereitet. Un es gab keine diskussion, keine aussprache, nichts. Einfach alleine sein. Nein das ist nicht schön. Ja ich sollte dir erklären, warum ich diese gedanken habe un ja.. ich denke es liegt einfach daran, dass ich angst davor habe, dass es so plötzlich sein kann. Die angst, die mir keiner nehmen kann un wo mir keiner garantieren kann, dass es nicht so passiert. Ich sehe im mom keinen grund, warum es auf einmal aus sein sollte, [...], aber es sin eben die gedanken, die einfach da sin un dann wieder weg. Ich frage mich auch, ob ich es überhaut schaffen kann, dich glücklich zu machen. Im mom ist es vlt noch einfach,[...] aber was ist, wenn das auf einmal routine wird un du mehr willst als das, was du bis jetzt von mir hast. Un wenn ich dir das nicht geben kann, wenn ich nich weiß, was ich tun soll um dich zum lachen zu bringen, oder wenn dir auf einmal die lust an mir vergeht oder du dich sogar anders verliebst. [...]es kommt erstens immer anders un zweitens als man denkt. So ist es doch. Na ja un deswegen denk ich eben manchmal daran. Um irgendwie mit der angst umzugehen vielleicht un mich darauf vorzubreiten, ich weiß es nicht anders.[...]

ich wusste genau, warum ich mit dieser angst nicht fertig werde und vlt niemals fertig werden werde. und alle anderen wissen es auch.
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Brief an einen Unbekannten

Es scheint so lange her zu sein. So weit weg und doch, manchmal packt mich die Angst. Ich behaupte, dass diese ein Freund werden kann, doch so weit bin ich noch nicht. Ich arbeite an mir. Jeden Tag von neuem. Ich sterbe jeden Tag ein bisschen. Normal. Mein Leben ist heute noch nicht zielgerichtet. Gefühlsmäßig kann ich eh nur den Tag erfassen, das Jetzt, den Moment.
Die Vergangenheit lass ich hinter mir, und doch von Zeit zu Zeit holt sie mich ein, assoziationsmäßig. Wer bin ich heute? Primär ein Mensch, der leben will, der immer wieder entdeckt, dass das Leben ist und Sinn machen soll.
Wo liegt der Sinn in meinem Leiden? Musste ich leiden? Wozu? Mein Bewusstsein ist gewachsen. Meine Gefühle und Probleme, meine Muster und Denkweisen sind zum Teil immer noch dieselben. Annehmen. Mich als ein „Ich“ akzeptieren, das das Dich sucht.
Ich habe viel gelernt. Doch wäre dies nicht auch anders möglich gewesen? Ich habe Regression betrieben. Auch heute möchte ich in die Arme genommen werden und mir sagen lassen: Alles ist gut. Geborgenheit. Ich sehne mich danach, nach dem Zuhause, das kein Haus, keine Wohnung mir geben kann. Nur ein Mensch, ein starker Mensch kann mir ein Heim geben, heimatlos, immer noch ohne Wurzeln. Nein, das stimmt nicht mehr. Aber ohne Blätter. Die Knospen meines Lebensbaumes sind klein und scheu und haben noch Angst vor Sonne und Wind.
Vertrauen in mich selbst habe ich mir mühselig wieder aufgebaut. Aufbau. Ich habe immer noch Angst, dass ich mir einen Klotz in den Weg stelle aus lauter Gewohnheit, Zerstörung walten zu lassen. Eigentlich weiß ich heute, dass ich es wert bin zu leben, doch fühle ich es noch nicht. Ich habe noch nicht Frieden geschlossen mit dem irdischen Dasein. Viel Hässlichkeit begleitet mich. Die Hässlichkeit der Gleichgültigkeit und des Dahinsichens. Menschen. Immer wieder erwische ich mich dabei, vergleichen zu wollen mit anderen Menschen, anderen Schicksalen.
Panik. Wie lange noch werden mich negative Selbstgefühle begleiten? Unsicherheit, die niemand merkt. Ich kann gut schauspielern, gut verstecken, was sich eigentlich in mir abspielt, doch eigentlich will ich dies nicht mehr. Aber die Gewohnheit, meine Gefühle zu fressen, sperrt sich noch gegen meinen Wunsch, sie nach außen zu tragen. Geduld in bezug auf das Leben war noch nie meine Stärke.
Manchmal packt mich die Sehnsucht nach Einfachheit. Da wünsche ich mir, simpel zu sein, bescheiden. Doch scheint dies nicht meinem Charakter zu entsprechen. Die Erwartungen, die ich an mich selber stelle, sind hoch, aber sehr menschlich. Ich lebe.
Das Thema Zufriedenheit ist eine weitläufige, heikle Sache, da sie sich jeden Tag anders zusammensetzt. Es gibt also kein Rezept dafür. Zerstörung ist anders. Die Zerstörung hat ein Rezept, ein Muster, das man durchbrechen kann, hat man genügend Bewusstsein.

Durchbrich dieses Muster!

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sie ist abgehauen aus der welt, wo normale menschen wohnen. sie sucht ihre eigene welt. sie war das perfekte kind. es konnte nur schlimmer werden. sie hatte eine schöne kindheit, aber irgendwann ging sie einfach davon, ohne bescheid zu sagen. was waren die gründe dafür? waren die eltern zu streng oder hatte man zu wenig freiheit? gab es druck oder stress? ja, das gab es. sie fühlte sich kontrolliert, konnte kein vertrauen aufbauen und durfte ihre eigenen ideen vom leben nicht in die tat umsetzen, sondern musste das leben leben, welches ihre eltern für sie bestimmt haben. nein, sie durfte nicht "punk" werden. aber der druck der eltern war zu stark, machte ihr zu viel zu schaffen. ihr wurden nur noch vorwürfe gemacht. die folgen davon waren, dass sie abhaute von zuhause. und jetzt wohnt sie auf der straße. warum trinkt sie soviel? warum kifft sie überhaupt? es ist der gruppenzwang. es macht sie doch beliebt, das weiß jeder. das ist immer so. sie war kaum noch in der schule, sondern immer nur in irgendwelchen städten, weit weg von zuhause, was zu verweisen führte. aber sie war bei den lehrern immernoch ein beliebtes mädchen. sie wollten ihr eine letzte chance geben. sie nahm sie an und machte ihr abitur, sogar ein gutes, um es den ganzen spießern zu zeigen, dass sie es auch als "verrückte linke" schafft. allerdings war sie danach wieder auf der straße. ohne arbeit. sie hatte kein bock. auf nichts. auf der straße verarscht jeder jeden, dort hat man keine freunde. niemand kann jemandem vertrauen schenken. dort sind alle gleich. sie ist jetzt keine tochter mehr, sondern eine assoziale punkerin. sie musste immer heile welt spielen. zuhause. nach außen immer den schönen schein wahren, aber nach innen gab es den totalen familienkrieg. und diese ganze doppelmoral, dieses verstecktspiel, das veranlasste sie dazu, ihre sachen zu packen und zu gehen. und sie wusste, wenn sie geht, dann ist es für immer, dann gibt es kein zurück. gibt es denn dort draußen eine welt für sie? sie sucht noch, also stört sie nicht. ja, es kann schwer werden. das leben ist kein ponyhof. ja, sie lebt nun in ihrer eigenen welt, auf der suche nach einem leben in ihr. sie macht sich viele sorgen um die weltprobleme, nicht um private probleme mit den eltern un deren angst. ihre alte welt ist kaputt gegangen. sie wil stark sein, ist allerdings alles andere, als das. in ihrem kopf läuft ein anderer film, als der, den sie erlebt. dort, wo sie wohnt, gibt es keine heizung. sie lebt mit ratten zusammen, wofür sie sich schämen will. verdammte scheiße ist das alles. aber von selbstmitleid hält sie nichts. das ist, als wenn man sich in die hose pinkelt. erst ist es warm und angenehm, aber dann wird es kalt un eklig. nein, sie will das elend nicht mehr mit ansehen. aber du kannst nichts machen, denn eigentlich bist du ein niemand. ein eingesperrter vogel in einer welt, die voll von verpflichtungen ist. aber zahme vögel singen von freiheit und wilde vögel fliegen. sie entzieht sich allen pflichten und resignation macht sich breit. manchmal schreibt sie ihre gedanken auf. es hilft ihr. nur sie und ihr stift. in ihrem schreiben protestiert sie, demonstriert und resigniert. sie wirft anderen vor, dass sie nichts gegen das elend der welt tun, oder tun wollen. schwarz-weiß denken wird modern. das ist das schlimme. und sie macht sich auf eine lange reise, oder ist schon unterwegs. das hat sie schon realisiert, sie weiß nur noch nicht wohin die reise geht. sie verachtet den konsumzwang. sie will kein geld, will keine markenklamotten, sondern ist damit zufrieden, was sie sich selber besorgen kann. "dein wort ist meines fußes leuchte und ein licht auf meinem wege." kein mensch ist wirklich glücklich. die meisten leben in einer belanglosen mittelschichtigkeit. aber ist es nicht genug? sind sie so nicht glücklich genug? die einen verletzen sich selber, die anderen laufen amok. niemand ist wirklich glücklich. und was ist mit dem luxus? ist luxus ein leben oder nur ein moderner adelsstand? selbst auf der straße herrscht keine solidarität mehr. jeder rettet seinen eigenen arsch. allerdings will sie immernoch was erreichen. für sich selbst. trotz ihres verlorenen idealismus. kein revolutionäres leben. und keine energieverschwendung beim kampf mit leuten, die nur kleine feinde sind, wie zum beispiel die eltern. die richtigen feinde sitzen in der wirtschaft und in der politik. aber alleine kann sie nichts erreichen. jeder denkt nur an sich. und langsam begreift sie, sie will nicht mehr die welt verändern, sondern nur noch sich selbst. gibt es auch eine welt für mich? ich suche noch, stört mich nicht.




(23.08.05)


jugend!
16, wo bist du nur hin....

(9.06.05)

Love is not only possible by force

(9.07.05)



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